Alesha Klein
Alesha Klein


Alesha Klein
Foto: Monika Hanfland, 2021
Alesha Klein
Foto: Monika Hanfland, 2021
Die bildhauerischen Arbeiten von Alesha Klein (*1990 in Hagen) nehmen stets ihren Ausgangspunkt in der Natur: Sei es das Material selbst, die Abformung eines gefundenen Objekts oder wie in '<Listen, mistress, I have roots> II' dessen manuelle Nachahmung in Stuckmarmor. Oftmals mit eigenhändig bearbeitetem Metall kombiniert, entstehen spannungsreiche Kontraste von Ordnung und Unordnung, Hell und Dunkel, Glätte und Rauheit.
Die Weiterverarbeitung anhand chemischer Vorgänge wie dem Ätzen, Brünieren, Rosten und Färben stellt den makellosen Oberflächen zufällig entstandene Strukturen entgegen. Die dadurch entstehende Patina verleiht den Skulpturen eine faszinierende Zeitlosigkeit: Sind es urzeitliche Fossilien, archäologische Relikte oder doch zeitgenössische Artefakte? Zwischen Organischem und Künstlichem changierend, steht Alesha Kleins Arbeitsprozess damit sinnbildlich für ihr Interesse an verborgenen Veränderungsprozessen, der Trans-formation und der Harmonie der Gegensätze.
Text: Linda Schröer
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