Alexander Lange
Alexander Lange

Alexander Lange
Foto: Karol Pryk, 2019
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Foto: Karol Pryk, 2019
Alexander Langes formale Auseinandersetzung mit dem Medium Malerei beruht auf dem Befragen ihrer Zweidimensionalität und den Möglichkeiten, diese mit rein malerischen Mitteln zu thematisieren und zu überwinden. Der Einsatz von Acryl- und Ölfarben, die zum einen mit der Airbrushpistole, zum anderen gestisch expressiv mit dem Pinsel aufgetragen werden, führt dazu, dass sich die abstrakten Formen partiell in die Ebene einfügen, andererseits aber auch aus ihr ausbrechen. Die Kompositionen früherer Arbeiten kennzeichnet vor allem der Kontrast von Schärfe und Unschärfe kurzer, nebeneinandergesetzter Striche, verunklärt wirkender Flächen sowie klar umrissener Buchstaben. Letztere sind dabei weniger Bedeutungsträger als Verweis auf den Rhythmus des Schreibens, der Langes Malprozess maßgeblich mitprägt.
In der neuen großformatigen Serie o. T. treffen auf der nahezu gleichmäßig schwarz grundierten Leinwand in rhythmisierender Anordnung abstrakte Zeichen auf mit teils starkem Pinselstrich aufgetragene weiße Flächen. Durch die sich überlagernden Linien und Formen in verschiedenen Maßstäben und Relationen entsteht aus der Nähe der Anschein einer räumlichen Perspektive, der sich jedoch aus der Ferne zugunsten der Fläche wieder verflüchtigt. Dieses visuelle Wechselspiel animiert dazu, die Erschließung von Raum aus der Fläche zu hinterfragen, der Struktur und den Übergängen zwischen den Bildelementen genauer nachzugehen und ihre Bedeutung – vergeblich – zu decodieren.
Alexander Lange (*1995 in Lüdinghausen) schloss 2018 das Studium der Kunst mit dem Schwerpunkt Malerei an der TU Dortmund ab und studiert seitdem Freie Kunst an der Kunstakademie Düsseldorf bei Andreas Schulze.
Text: Linda Schröer
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