Julia Batzdorf
Julia Batzdorf

Julia Batzdorf
Foto: Karol Pryk, 2019
Julia Batzdorf
Foto: Karol Pryk, 2019
In ihren motorisierten Objekten, kinetischen Installationen, Videoarbeiten und Plastiken untersucht Julia Batzdorf u. a. das Phänomen der Bewegung und die damit einhergehende Veränderung von Raum und Wahrnehmung. Das Moment der Wiederholung bei gleichzeitigem Durchbrechen der erwarteten wahrnehmbaren Muster ist ein wiederkehrendes Element in ihren Werken.
Die oftmals aus demontierten oder entkernten Gebrauchsgegenständen zusammengesetzten Objekte werden mit einem Motor modifiziert und folgen programmierten, ungleichmäßigen, komplexen Bewegungsabläufen. Eine zu vermutende finale Bewegung wird jedoch ausgespart – die zuvor aufgebaute Erwartung bzw. Illusion löst sich auf – und das Objekt begibt sich wieder in seine Ausgangsposition. Ermüdung, vermeintliche Voraussehbarkeit und Fehlfunktionen, Inkonsequenz bis hin zum Scheitern sind nur einige Aspekte, mit denen Momente der Verwirrung erzeugt werden. Batzdorf entwickelt somit ein kontinuierlich dynamisches Potenzial, wodurch die Arbeiten nicht nur mit Raum und Rezipient*in, sondern auch – wie bei dem Werk Twins (2019) – miteinander, und zwar performativ wie auch akustisch, in einen Dialog treten können.
Julia Batzdorf (*1991 in Krefeld) schloss 2017 das Studium der Kunst mit dem Schwerpunkt Bildhauerei an der TU Dortmund ab und war als künstlerisch-wissenschaftliche Mitarbeiterin der TU Dortmund im Fachbereich Plastik und Interdisziplinäres Arbeiten am Lehrstuhl von Prof. Ursula Bertram sowie nachfolgend von Vertr.-Prof. Carolina Camilla Kreusch tätig. Seit 2016 studiert sie an der Kunstakademie Düsseldorf in der Klasse Franka Hörnschemeyer.
Text: Andree Höppe
Weitere Künstler*innen 2019
Weitere Künstler*innen 2019
COPYRIGHT© 2024
EMERGING ARTISTS DORTMUND
COYRIGHT© 2024
EMERGING ARTISTS DORTMUND
COPYRIGHT© 2024
EMERGING ARTISTS DORTMUND
COPYRIGHT© 2024
EMERGING ARTISTS DORTMUND
COPYRIGHT© 2024
EMERGING ARTISTS DORTMUND